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Zwischen Gesetz und Ankündigung

Förderungen & Recht
Fällt die Förderung für Photovoltaik bald weg?
20. August 2026

Eine Politikerin hat vor Kurzem im Fernsehen etwas gesagt, das aufhorchen lässt:
Energiestaatssekretärin Elisabeth Zehetner erklärte, dass es für neue Photovoltaikanlagen inZukunft
vielleicht keine staatliche Förderung mehr geben wird.
Stattdessen möchte man lieber Batteriespeicher unterstützen.

Der Grund: PV-Anlagen sind in den letzten zehn Jahren um rund 90 % günstiger geworden.
Förderungen gibt es normalerweise dort, wo eine Technik noch zu teuer ist, um sich von selbst zu tragen.
Das ist bei Photovoltaik mit inzwischen 600.000 Anlagen in Österreich offenbar nicht mehr der Fall.

Ganz wichtig zu wissen: Das ist bisher nur eine Ankündigung. Beschlossen ist noch nichts.

Für Sie heißt das: Sie müssen sich deswegen keine Sorgen machen.
Eine gut geplante Anlage rechnet sich auch ohne Förderung
Wir legen unserer Planung ohnehin nie einen Zuschuss zugrunde.

Weitere Infos: News ORF.at

Extra-Bonus für europäische Technik: der "Made in Europe"-Bonus
01. Juli 2026

Wussten Sie, dass es einen zusätzlichen Zuschuss gibt, wenn Ihre Anlage mit Technik aus Europa gebaut wird?

Seit Sommer 2025 gibt es beim EAG-Investitionszuschuss einen zusätzlichen Bonus für Komponenten mit europäischer Fertigung. – den „Made in Europe“-Bonus.
Er gilt für PV-Module, Wechselrichter und Stromspeicher, die nachweislich in der EU, im EWR oder in der Schweiz gefertigt wurden.

Ein kleiner Haken dabei: Nicht jedes Produkt aus Europa zählt automatisch dazu.
Hersteller müssen ihr Produkt von einer akkreditierten Stelle zertifizieren lassen und auf einer offiziellen „White List“
der EAG-Abwicklungsstelle eingetragen sein.
Nur was auf dieser Liste steht, bekommt den Bonus. Außerdem muss man diesen Wunsch schon beim Stellen
des Förderantrags angeben – nachträglich geht es nicht mehr..

Wenn eine Ihrer Komponenten für diesen Bonus infrage kommt, sagen wir Ihnen das von uns aus
und übernehmen die Prüfung.

Weitere Infos: Bundesministerium Wirtschaft, Energie & Tourismus


Mitten aus der Praxis

Unsere Tipps & Ideen
Warum der eigene Verbrauch mehr wert ist als die Einspeisung
15. August 2026

Die Einspeisevergütung der OeMAG wird seit 2024 monatlich rückwirkend festgelegt und orientiert sich am Quartalsmarktpreis der E-Control.
Im Juli 2026 lag sie bei 6,146 Cent pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher österreichischer Haushalt zahlt 2026
für eine bezogene Kilowattstunde rund 25 bis 30 Cent, inklusive Netzentgelten, Steuern und Abgaben.

Das bedeutet: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde ist grob vier- bis fünfmal so viel wert wie eine eingespeiste.

Ein weiterer Grund kommt hinzu: die Einspeisevergütung ist nicht nur niedrig, sondern auch unsicher.
Da sie monatlich neu berechnet wird und am Großhandelspreis hängt, kann sie schwanken – nach unten wie nach oben.
Gerade an sonnigen Sommertagen, wenn besonders viel PV-Strom gleichzeitig ins Netz drängt, kann der Großhandelspreis zur Mittagszeit sogar auf null oder in den negativen Bereich fallen.
Wer zu genau dieser Zeit einspeist, bekommt dafür also tendenziell am wenigsten – während der eigene Verbrauch zur selben Zeit den vollen Haushaltsstrompreis erspart, unabhängig vom Börsenpreis.

Auch die politische Richtung bestätigt diesen Trend: Wie wir in unserem Beitrag zur möglichen Förderreform berichtet haben,
will der Staat künftig eher Speicher als PV-Anlagen fördern – mit dem erklärten Ziel, den Eigenverbrauch zu stärken und das Netz zu entlasten.
Wer schon heute auf Eigenverbrauch setzt, ist für diese Entwicklung bestens vorbereitet.

Jede Gewohnheit, die Verbrauch in sonnenreiche Stunden verschiebt, zahlt sich aus.
Die Waschmaschine oder den Geschirrspüler tagsüber statt abends laufen lassen, ein Stromspeicher für die Abendstunden, eine Wallbox fürs E-Auto.
Genau diesen Punkt besprechen wir bei jeder Beratung – er entscheidet oft mehr über die Wirtschaftlichkeit einer Anlage als jede Förderung.